Fahren mit Pferden als Sport

Der Verein Pferd und Fahren Donau-Ries richtet im Jahr 2011 bereits zum 14. Mal in Folge die Donau-Ries-Kreismeisterschaft der Gespannfahrer aus. In dieser Kategorie, einem Fahrerwettbewerb bzw. -turnier (C-und A-Klasse), beginnt das Fahren mit Pferden als Sport. Seit Jahren werden neben zahlreichen Turnieren auch Meisterschaften auf Bezirks-, Landes- und Bundesebene ausgeschrieben. Auch Europa- und Weltmeisterschaften (z.B. 2009 in Greven die Weltmeisterschaft der Ponys) stehen im Terminkalender der "Profis". Ein besonderer Höhepunkt in unserer Vereinsgeschichte war 2008 die Übernahme der Schwäbischen Meisterschaft der Einspännerfahrer.

Drei Disziplinen werden bei größeren Turnieren gefahren.

Die Dressurprüfung wird auf einem Fahrplatz (40 x 80 Meter) gefahren. Die Prüfung besteht aus einer Folge verschiedene Figuren, die mit max.10 Punkten bewertet werden. Je höher die Kategorie der Prüfung, um so schwerer die Übungsteile und die Dauer der Prüfung. Die Dressur ist die Grundlage für alle folgenden Disziplinen. Das Hindernisfahren wird wieder auf einem Turnierplatz gefahren, auf dem als Hindernisse Kegelpaare mit Bällen an der Spitze in vorgegebener Reihenfolge durchfahren werden müssen. Abgeworfene Bälle bedeuten Strafpunkte, bei Punktgleichheit entscheidet die gefahrene Zeit. Je höher die Leistungsklasse, umso schwieriger und enger stehen die Kegelpaare. Auch die Anzahl der zu durchfahrenden Hindernisse steigt. Zusätzlich können Hindernisse aus Stangen in L- oder U-Form eingebaut werden, die ebenfalls ohne Abwurf durchfahren werden müssen. Die Entwicklung der letzten Jahre brachte eine Verschärfung der Geschwindigkeit, sodass das Hindernisfahren heute meist durch die Strafpunkte der Zeitüberschreitung entschieden wird.

Die Geländeprüfung besteht aus mindestens drei Distanzstrecken (z.B. Phasen A, ca. 3,5 km, Gangarten beliebig, Phase C, Schritt, ca. 1 km und Phase E, Trab, ca. 4 km). In der letzten Phase sind zusätzlich feste Hindernisse zu absolvieren. Jedes Hindernis hat mehrere Durchfahrten, die in der Reihenfolge A, B, C usw. zu durchfahren sind. Die Kunst des Teams aus Fahrer, Pferd (den)‚und Beifahrer (n)‚besteht darin, auf möglichst kurzem Weg jedes Hindernis zu absolvieren. Bei jedem Hindernis wird extra die Zeit gestoppt Am Ende werden alle Einzelzeiten, auch aus den Streckenphasen, in Strafpunkte umgerechnet. Sieger ist, wer am wenigsten Strafpunkte erhält. Gerade die Geländeprüfung in der Phase E zeigt nicht nur für die Zuschauer die Faszination des Fahrens. Bei großen Meisterschaften sind 5 Phasen und bis zu 7 bis 9 Hindernisse, also mehr als 35 Einzelhindernisse zu bewältigen, eine große Herausforderung an Mensch und Tier. Entsprechende Kondition, Konzentration und Training ist Grundvoraussetzung. Kampfrichter und Tierarzt sorgen dabei für den schonenden Umgang mit dem "Sportgerät" Pferd.

Bei der Kombinierten Prüfung werden die Einzelwertungen der drei Disziplinen addiert.Gefahren wird bei Turnieren Ein-, Zwei- und Vierspännig. Ponys (Stockmaß max. 148 cm) und Großpferde starten in getrennten Klassen, nach Pferderassen wird nicht unterschieden. Mit am beliebtesten sind Welsch und Haflinger bei den Ponys und (in Bayern) Bay. Warmblutpferde oder Moritzburger bei den Großen.

Aktualisiert ( Dienstag, 08. März 2011 um 16:10 Uhr )